Auf der Wiese namens Jonaboden, wo sich die Wege aus vier Richtungen von Pěnkavčí vrch, Velká Úpa, Spálený mlýn und Přední Výsluní treffen, baute der Landwirt Wilhelm Bönsch bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts an sein altes Häuschen eine verglaste Veranda im Erdgeschoss an. Zusammen mit seiner Frau betrieb er hier eine beliebte Gaststätte, und die Wirtin war weit und breit für ihre Blaubeerkuchen bekannt.
Die beliebte Gaststätte in strategisch günstiger Lage stieß nicht nur bei den Gästen, sondern auch bei Kaufinteressenten auf großes Interesse. Alles hat seinen Preis, und so kauften 1923 das Ehepaar Kneifel die Hütte mit „Schankstube” und baute 1929 an das alte Bauernhaus ein großzügiges, modernes Hotel mit elektrischer Beleuchtung und Zentralheizung an. In ihren Anzeigen betonten sie gerne, dass „die Preise hier moderat sind und der Service solide”.
Mit dem Wandel der politischen Verhältnisse und leider auch der Bevölkerung wechselten im Laufe der Zeit auch die Betreiber der Bouda Jana. Über Restaurants und Kantinen bis hin zum Interhotel Krkonoše. Wichtig für unsere Geschichte ist das Jahr 1988, als nach einer kompletten Renovierung Frau Jaroslava mit ihrem kleinen Sohn Petr in die Bouda Jana kam. Obwohl sie ursprünglich aus Rokycany kamen, machten sie eine kleine Aufwärmübung in den Jestřábí boudy (Falkenhütten) knapp unterhalb des Gipfels des Vrbatova návrší (Vrbatova-Hügel) auf 1380 Metern Höhe. Petr erinnert sich manchmal daran, wie er direkt von der Veranda hinunter in die Kotelní jáma (Kesselgrube) bobte. Seine Freunde vom Bergrettungsdienst schüttelten nur verwundert den Kopf. Später war es eine angenehme Abwechslung, nur von Janových buden hinunter nach Velká Úpa zur Schule zu gehen. Völlige Ruhe.
Aus dem kleinen Petr wurde ein großer Bergsteiger, der Prototyp eines lokalen Hüttenwirts. Zusammen mit seiner Mutter und seiner Frau Veronika betreibt er ein familiengeführtes Berghotel, das aufgrund seiner Qualität zu den absolut besten im gesamten Tal des Flusses Úpa gehört.
Und so wie vor 130 Jahren, so ist auch heute noch ein hervorragender Gastwirt hier tätig, und die Hausherrin ist weit und breit für ihre Blaubeerkuchen bekannt. Für ihre Gäste bieten sie nach wie vor „moderate Preise mit solidem Service“.